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Tipps für gesunde Gelenke

Nutzt sich im Lauf des Lebens der Knorpel ab, kann das Gelenk schmerzen. Doch wer die Risikofaktoren für Arthrose minimiert, zögert den Verschleiß hinaus
von Christian Krumm, 22.08.2017

Verletzungen bis Übergewicht: Viele Faktoren können die Gelenke belasten

W&B/Szczesny

Fühlen sich Gelenke steif an, sind sie gerötet und geschwollen und schmerzen bei jeder Bewegung, steckt in vielen Fällen ein akuter Arthroseschub hinter den Beschwerden. Arthrose ist mit Abstand die häufigste Gelenk­erkrankung und tritt auf, wenn Knorpel stark abnutzen und Entzündungen entstehen. Knorpel sind elastische Schichten, die im Gelenk aufeinandertreffende Knochenenden schützen, etwa Stöße abpuffern. Schätzungen zufolge leidet jeder zehnte Bundesbürger an Verschleißerscheinungen an einem oder mehreren Gelenken.

Meist macht sich Knorpelabrieb über lange Zeit gar nicht bemerkbar. Doch irgendwann treten die typischen so­genannten Anlaufschmerzen auf. Diese lassen langsam nach, wenn der Patient sich bewegt. In späteren Arthrose-Stadien verstärken sich die Schmerzen, treten bei jeder Bewegung auf, manchmal sogar im Ruhezustand.

Umso wichtiger ist es, frühzeitig gegenzusteuern und bei ersten Symptomen einen Arzt aufzusuchen. "Auf Röntgenbildern können wir bereits typische arthrotische Veränderungen erkennen", sagt Dr. Christopher Spering, Orthopäde und Unfallchirurg am Uniklinikum Göttingen.

Nicht vollständig heilbar

Um festzustellen, wie stark der Knorpel geschädigt ist und wie er behandelt werden kann, müssen aber weitere radiologische Untersuchungen durchgeführt werden. "Vollständig heilbar sind fortgeschrittene Schäden allerdings nicht", erläutert der Experte.

Je früher ein Verschleiß erkannt wird, desto eher können Patienten das Fortschreiten der Erkrankung bremsen, ­indem sie die folgenden Risikofaktoren ausschalten – etwa Übergewicht abbauen oder nach Rücksprache mit dem Arzt Sport treiben. Und: Wer seine Gelenke gesund hält, kann generell die Abnutzung der Knorpel hinauszögern.

Hilfe bei Gelenkschmerzen

  • Medikamente aus der Gruppe der sogenannten nichtsteroidalen Anti-
    rheumatika (NSAR) lindern Schmerzen und bekämpfen gleichzeitig die Entzündungen im Gelenk. Lassen Sie sich dazu unbedingt individuell in der Apotheke beraten.
  • Cremes und Salben mit synthetischen oder pflanzlichen Wirkstoffen können bei Gelenkschmerzen ebenfalls gute Dienste leisten.
  • Warme Kompressen sind wohltuend bei chronischen Beschwerden, zudem fördern sie die Durchblutung und damit den Abtransport von Abbauprodukten.
  • Stützende Bandagen stabilisieren das betroffene Gelenk und geben mehr Sicherheit bei Bewegungen. Wichtig: Die Bandagen sollten das Gelenk nicht überwärmen.
  • Bleibt die Lebensqualität trotz aller Maßnahmen stark eingeschränkt, kann eine Operation sinnvoll sein. Sie sollte jedoch immer den letzten Schritt darstellen. Entscheiden Sie das gemeinsam mit Ihrem Arzt.


Bildnachweis: W&B/Szczesny

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